· 

Die Fesseln der Angst lösen

Neue Situationen können uns verunsichern, manchmal sind sie erschreckend und manchmal erscheinen sie uns sogar äusserst bedrohlich. Je nachdem was für eine Situation da in unser Leben tritt kann sie verschiedene Ängste auslösen. So kann etwa eine plötzliche Stellenlosigkeit Existenzangst auslösen, da ich mein reguläres Einkommen nicht mehr habe und vielleicht meinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Oder ganz aktuell kann eine Epidemie in mir eine Angst vor dem Tod auslösen, da ich mein und das Leben meiner Lieben gefährdet sehe. 

Diese Urängste hemmen unser Denken und lassen uns erstarren. Ich persönlich spüre eine solche Angst als beklemmendes Gefühl in der Brust, meine Gedanken werden irrational und ich sehe keine Möglichkeit zum Kampf, aber fliehen kann ich auch nicht. Was nun tun?  In vielen Fällen ist die Angst in dieser Intensität gar nicht gerechtfertigt, da grundsätzlich jede Krise irgendwann zu Ende ist. Wichtig ist die Angst anzunehmen und sich einzugestehen. Danach ein Worst-Case-Szenario entwerfen und mit den Fakten abgleichen (ist manchmal nicht so einfach, da nicht alles was geschrieben steht ein Fakt ist). Das Worst-Case-Szenario wandelt sich während dessen meistens,  von "Oh Gott, wir werden alle sterben!" zu "Oh, dann muss ich für eine Weile etwas kürzer treten." oder "Dann bin ich zwei Wochen im Krankenhaus.". Damit kehrt meistens schon eine Beruhigung der eigenen Gedanken ein und ich fühle mich nicht mehr so gehemmt. Jetzt kann ich aktiv nach Lösungen suchen, wie der Worst-Case erst gar nicht eintritt und diese anfangen umsetzen. Machen ist nämlich wie wollen, nur krasser!

Releasing the chains of fear

 

New situations can unsettle us, sometimes they are frightening and sometimes they even seem extremely threatening. Depending on what kind of situation comes into our life, it can trigger different fears. For example, a sudden loss of a job can trigger existential fears because I no longer have my regular income and may not be able to meet my obligations. Or, very recently, an epidemic can trigger a fear of death in me, because I see my life and the lives of my loved ones in danger. 

These primal fears inhibit our thinking and make us freeze. I personally feel such a fear as an oppressive feeling in my chest, my thoughts become irrational and I see no possibility to fight, but I cannot flee either. What to do now?  In many cases the fear in this intensity is not justified at all, because basically every crisis ends at some point. The important thing is to accept the fear and admit it to yourself. Afterwards, create a worst-case scenario and compare it with the facts (sometimes it is not so easy, because not everything that is written is a fact). The worst-case scenario usually changes during this time, from "Oh God, we're all going to die!" to "Oh, then I'll have to slow down for a while" or "Then I'll be in hospital for two weeks.". This usually brings a calming of the own thoughts and I don't feel so inhibited anymore. Now I can actively look for solutions to the worst case scenario and start implementing them. Because doing is like wanting to do, only more blatant!