Du kannst das! Glaube an Dich!

Die Überzeugung eines Menschen, dass er aufgrund seiner eigenen Fähigkeiten ein Ziel erreichen kann, nennt man Selbstwirksamkeit. Dieses Zutrauen äussert sich in dem einfachen Satz: Ich kann das!

Selbstwirksamkeit ist auch das Bewusstsein darüber, dass unsere Handlungen immer eine Wirkung haben. Menschen mit geringer Selbstwirksamkeitserwartung unterlassen es oft Entscheidungen zu treffen und wenn Ihnen nicht gefällt was passiert, fühlen sie sich als Opfer und hadern mit Ihrem Schicksal. 

Die Gute Nachricht ist: Selbstwirksamkeit lässt sich lernen!

Als Kinder lernen wir ganz automatisch unsere Selbstwirksamkeit kennen und nutzen das. Wir schreien - und es kommt jemand...

Durch weitere Erfahrungen im Leben werden wir in unserer Selbstwirksamkeitserwartung bestärkt oder eben auch geschwächt. Wer häufig die Erfahrung macht, die an ihn gestellten Anforderungen zu erfüllen, der traut sich mehr zu als jemand, dem Dinge oft misslingen. Das führt dann meistens zu der Einstellung: Das kann ich sowieso nicht! Unsere Ängste hemmen unsere Stärken und das Ergebnis ist, dass neue Aufgaben wieder misslingen. 

Was stärkt uns also in Bezug auf die Selbstwirksamkeit?

  • Rückbesinnung auf eigene Erfolgserlebnisse
  • positive Erfahrungen uns ähnlicher Menschen
  • die Ermunterung durch Menschen, die an uns glauben
  • und die Aufregung bevor wir eine Aufgabe angehen (positiver Stress)

Wenn Sie schlechte Erfahrungen gemacht haben, gehen Sie es langsam an. Beantworten Sie die vier Fragen: 

  1. Was finden andere, dass ich kann?
  2. Was kann ich?
  3. Was wünsche ich mir?
  4. Was mach ich gerne? 

Sammeln Sie alles was Ihnen einfällt und sprechen Sie mit möglichst vielen Menschen. Planen Sie kleine Schritte und gehen Sie nicht alles auf einmal an. Die ersten kleinen Erfolgserlebnisse werden Ihnen die Kraft verleihen neue Aufgaben in Angriff zu nehmen.

Gerne möchte ich eine eigene Erfahrung zu diesem Thema teilen.

Als ich für mich die Entscheidung traf mich als Führungskraft weiterzuentwickeln, fühlte ich mich den Anforderungen gewachsen und besann mich darauf wie gut ich neue Kollegen und Auszubildende in meinem Beruf eingelernt hatte. Ich war überzeugt den neuen Aufgabenstellung gerecht zu werden und freute mich auf die Entwicklung! Allerdings hatte ich die Rechnung ohne meinen damaligen Vorgesetzten gemacht, der immer wieder Leute an mir vorbeiziehen liess und mir erklärte, ich wäre noch nicht soweit, ohne das genauer zu erläutern. Ich versuchte weiterhin die Anforderungen, die ich gar nicht kannte, zu erfüllen und wurde immer frustrierter, bis ich selbst nicht mehr glaubte, die Leistung erbringen zu können. 

Dann kam die Versetzung in eine andere Niederlassung und eine neue Vorgesetzte. Schon nach einem Monat wurde ich gefragt, ob ich nicht eine Führungsposition übernehmen wolle. Etwas unsicher antwortete ich: "Doch gerne! Aber Herr Schmitt hat gesagt, ich sei noch nicht so weit." Worauf ich die verblüffte Antwort erhielt: "Wer, wenn nicht Du?" Durch dieses Zutrauen beflügelt und in meiner eigenen Sicht bestärkt, startete ich voller Aufregung als Führungskraft durch und absolvierte eine entsprechende Ausbildung mit Bravour. 

Sie schaffen es auch! Fangen Sie einfach an. :-)