Aufgabenwechsel in der Führungsrolle

Wenn Sie als Führungskraft starten, können Sie nicht einfach mit neuem Status so weiter machen wie bisher. Ihre Aufgaben als Führungskraft unterscheiden sich grundlegend von denen, die Sie bisher gehabt haben. Sie sind keine Fachkraft mehr!

Alles Wissen und alle Fähigkeiten, die Sie über Jahre erarbeitet haben treten nun in den Hintergrund und neue Fähigkeiten müssen erlernt werden. Also klappen Sie das Buch Ihrer bisherigen Tätigkeiten zu und nehmen Sie es mit auf Ihren neuen Weg! Fach- und Hintergrundwissen werden Sie auch weiterhin brauchen.

Ihre neuen Aufgaben teilen sich in zwei Bereiche auf:

  1. Managementaufgaben
  2. Beziehungsaufgaben

Managementaufgaben: Sie setzen sich mit der Produktivität auseinander. Wenn Sie es bisher noch nicht getan haben, werden Sie jetzt lernen, wie man Auswertungen liest und analysiert. Sie werden daraus schlussfolgern welche Sachaufgaben Sie mit Ihrem Team angehen werden. Wo mehr getan werden muss, wo Dinge anders angegangen werden müssen und an welcher Stelle Sie auch mal Kosten einsparen. Sie werden anhand Ihrer Zahlen Massstäbe für die zukünftigen Ziele setzen. Hier werden Ihre analytischen Fähigkeiten gebraucht: Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit, kritisches Denken und Orientierung an den Fakten.

 

Das ist für viele schon schwierig, aber der schwierigere Teil kommt eigentlich erst. Sie sind jetzt kein Mitglied des Teams mehr, Sie sind Führungskraft. Machen Sie sich bewusst, wie in Ihrer alten Stelle über die Führungskraft gesprochen wurde und gehen Sie davon aus, dass es bei Ihnen genauso ist!

 

Beziehungsaufgaben: Die Beziehungsaufgaben sind vielfältiger, da jede zwischenmenschliche Beziehung anders ist. Wichtig ist hier, dass Sie verlässlich sind. Sehen Sie sich als Koordinator und sorgen Sie in erster Linie dafür, dass Ihre Mitarbeiter den Rahmen und die Bedingungen haben, damit sie ihre Talente, Kräfte und Ideen gewinnbringend entwickeln können und gerne für das Unternehmen bereitstellen. Angst und Wut sind dabei eher störend. Deswegen sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter sich wohl fühlen, dass Sie aber auch gefordert sind. Schaffen Sie klare Spielregeln für alle und Freiräume für die Leistungsentfaltung des Einzelnen. Treffen Sie mit jedem einzelnen klare Leistungsvereinbarungen und haben Sie keine Angst vor dem Konflikt, wenn einzelne Mitarbeiter nicht performen. Nur wenn Sie die Ziele mit Ihren Mitarbeitern ernsthaft verfolgen wird man Sie als verlässlich wahrnehmen. Suchen Sie das Gespräch mit jedem einzelnen und finden Sie heraus was ihn bewegt. Schenken Sie Ihren Mitarbeitern Anerkennung, indem Sie sie so nehmen wie sie sind und mit Ihnen den Weg der Entwicklung beschreiten.

Hier werden Ihre sozialen Fähigkeiten gebraucht: Menschlichkeit, Intuition, Empathie, Vielseitigkeit, Kreativität und auch Ihre Gabe Menschen mitzureissen und zu motivieren.

 

Das nächste Mal werde ich genauer auf die einzelnen sozialen Fähigkeiten eingehen und Tipps für die Umsetzung geben.