Gemeinsam sind wir einzeln stark!

Da stimmt doch was nicht mit der Überschrift, werden Sie jetzt sagen! Doch, alles korrekt!

Wir alle wissen: Wenn wir in einem Team zusammenarbeiten, können wir mehr leisten, als einer allein! Warum? Weil wir verschiedene Fähigkeiten mitbringen und jeder seine Stärken an der richtigen Stelle einsetzen kann. Damit wird die Arbeit effektiver und im Normalfall auch kreativer. 

Aber auch jeder einzelne wird für sich selbst gestärkt, wenn wir uns in Gruppen und Netzwerken zusammentun. Warum ist das so und wozu soll das gut sein?

Wenn ich für mich alleine bin, sehe ich die Welt nur aus meiner Perspektive, meine Erfahrungen, meine Werte, meine Vorlieben und Abneigungen prägen meine Sicht der Dinge. Einer allein kann niemals objektiv sein. Auch weiss ich nicht, wie meine Handlungen und Verhaltensweisen bei anderen ankommen. Welches sind meine Stärken und welches sind meine Schwächen?

All das kann ich abgleichen, wenn ich mich mit anderen zusammentue. In einer Gruppe tauscht man sich aus über Ansichten und Erfahrungen aus und bekommt so einen besseren Überblick und kann das Geschehen um einen herum objektiver beurteilen.

Andere Menschen reagieren auf mich, auf meine Verhaltensweisen und Ausdrücke und geben mir damit ein Feedback. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Wenn ich zu Hause beim Frühstück meine Nutella genüsslich vom Messer ablecke dann merke ich nicht, dass das ungewöhnlich ist. Mache ich das aber auf einer Geschäftsreise mit meinem Geschäftspartner am Tisch auch, wird er mich entsetzt anschauen und schon habe ich ein Feedback zu meiner Wirkung! Wie im Johari Fenster beschrieben geben mir die Menschen in meinem Umfeld Rückmeldungen zu meinem blinden Fleck (das sind die Dinge über mich, die mir nicht bewusst sind, die aber andere wahrnehmen können) und dadurch wird der blinde Fleck kleiner. Natürlich gibt es auch mal positives Feedback, das können zum Beispiel Komplimente sein aber auch ein Schulterklopfen, wenn ich meine Arbeit gut gemacht habe. Durch beide Formen der Rückmeldung kann ich Stück für Stück mein Selbstbewusstsein stärken. 

Auch Stärken und Schwächen kann man nur im Verhältnis zu anderen Menschen beurteilen, da ich ja nur dann einen Durchschnitt bewerten kann und sehe ob ich drüber oder drunter liege.

Aber nicht nur, dass wir uns unserer Selbst mehr bewusst sind stärkt uns auch, dass wir nicht allein sind macht uns stark. Wir Menschen leben in Sozialverbünden, diese sind für unsere Zufriedenheit sehr wichtig. Wenn man sich die Maslowsche Bedürfnispyramide anschaut, dann ist Zugehörigkeitsgefühl auf der dritten Ebene angesiedelt.

Dabei ist es aber nicht egal mit welchen Menschen ich mich umgebe. Wir alle kennen Menschen, die einen negativen Blick auf die Welt haben und eigentlich immer und überall Probleme sehen. Solche Leute sind eher Energieräuber als Schubkraft.

Wichtig ist, dass ich mich mit Menschen umgebe, die sich nach vorne orientieren und die ähnliche Lösungen suchen wie ich. Leute die mir gut gesinnt sind, keine Bedenkenträger. Menschen denen ersthaft etwas an Lösungen liegt und die mit uns etwas erreichen wollen. Mit dieser Haltung ist ein konstruktiver Austausch für alle möglich!

Natürlich muss ich solche Beziehungen pflegen und dabei nicht immer nur einfach da sein, wie der Fisch Hasch, sondern auch meinen Teil dazu beitragen, dass auch meine Kontakte einen Gewinn in mir sehen, indem ich ihnen helfen kann.