Mut zur Entfaltung ohne Zweifel

Es gibt so Tage, da klappt einfach Nichts. Die Kollegen sind genervt und der Chef ist nur am motzen. An solchen Tagen passiert es dann auch, dass ich mit meinem Stapel Papier, mit dem ich auf dem Weg zum Kopierer bin, über meine Tasche stolpere und meine Papiere über den Schreibtisch meines Kollegen regnen. Am Abend stehe ich im Supermarkt natürlich in der langsamsten Schlange und mit dem Auto im Stau auf dem Weg zu meiner Verabredung. 

Ich ärgere mich, dass ich meine Tasche so blöd in den Weg gestellt habe, dass ich nicht vorher gesehen habe, dass die Kassiererin so lahm ist und dass ich nicht einen anderen Weg zu meiner Verabredung gewählt habe. Ich finde, der Ärger meines Chefs und meiner Kollegen ist berechtigt und ich verurteile mich selbst für meine Unfähigkeit. Barbara Sher sagt: "Wenn Du Dich ständig selbst verurteilst, kannst Du dem, was Du wirklich willst, keinen Zentimeter näher kommen."

Ist es nicht so, dass uns ganz leicht über die Lippen kommt: " So bin ich halt!" oder "Das kann ich nicht!". Wir stellen uns selbst schlechter als die anderen, weil wir vielleicht in manchen Dingen nicht das Gleiche auf gleiche Weise erreichen können. Aber mal ehrlich, die Anderen kochen auch nur mit Wasser! Hat nicht der Kollege, der immer so toll mit den Zahlen jonglieren kann, ein Rechtschreibproblem? 

Das wir im Moment so sind oder etwas nicht können, heisst nicht, dass das auf immer so bleiben muss. Wichtig ist dabei zu verstehen, dass ich niemanden kopieren kann! Jeder von uns hat seine eigene Zusammensetzung von Stärken und Schwächen und auf Grundlage dieser kann ich mich auch verändern. Es braucht Mut die Komfortzone zu verlassen und Neues auszuprobieren. Umso schöner ist dann die Erkenntnis, dass man auch schwierige Aufgaben meistern kann. Wer das erlebt hat wird sagen, dass das als Belohnung ausreichend ist. Und irgendwann ist es dann sogar soweit, dass eine neue Aufgabe, die uns wirklich schwierig erscheint und vielleicht im ersten Moment sogar unmöglich, uns in Aufregung versetzt und wir nicht erwarten können, sie anzupacken. Veränderung kommt durchs Tun! Mein Selbstvertrauen wächst mit dem selbständigen Lösen neuer Aufgaben und Stolpersteine und Fehler wird es geben, aber sie werden einfach neue Erkenntnisse bringen, wenn ich den Mut habe mich auf meine Stärken zu verlassen.

Am Ende gibt es immer noch die Tage, an denen alles schief geht, aber wenn ich mich an mir selbst messe, kann ich darüber lachen, denn es ist ja nur ein Tag in meinem ganzen Leben!