Und es läuft einfach und läuft. Aber wie?

In meinem letzten Blog-Eintrag habe ich das Wort Flow benutzt. Besser gesagt im Flow bleiben. Jetzt ist mehrfach die Frage aufgekommen: Was ist eigentlich Flow? Die meisten Menschen können sich darunter vage etwas vorstellen, nämlich, dass es einfach läuft! Und genau so kann man es salopp formulieren. 

Der Glücksforscher Mihály Csikszentmihályi hat das Phänomen erforscht und den Namen Flow geprägt. Ein Flow stellt sich dann ein, wenn wir weder überfordert noch, und das ist genauso wichtig, unterfordert sind. Man spricht neben dem Burn-Out ja auch vom Bore-Out. Wo befinden Sie sich? 

Im Flow zu arbeiten wird denke ich von jedem angestrebt und vor allem sollten wir als Führungskräfte mit Blick auf das Betriebliche Gesundheitsmanagement darauf achten, dass unsere Mitarbeiter im Flow sind. Also was braucht es dazu?

Um in den Flow zu kommen muss man sich seiner Tätigkeit voll hingeben können, das heisst man muss mich auf die Aufgabe konzentrieren können. Bevor man also mit seiner Aufgabe beginnt, überlegt man sich, welche Störungen auftreten können und welche man bewusst abstellen kann. Wie kann ich meinen Mitarbeiter vor möglichen Störungen schützen.

Die Aufgabe oder Tätigkeit muss lösbar sein. Das heisst, sie darf nicht überfordern. Wird die Grenze überschritten entstehen Stress und Angst.

Die Aufgabe muss fordernd sein, denn ansonsten entsteht Langeweile und Routine. Unterforderung führt dazu, dass man beginnt sich abzulenken.

Der Flow hat immer ein spielerisches Element, im Sinne von Kreativität und der Beschäftigte muss die Kontrolle über seine Handlungen haben ohne Druck über den Ausgang der Tätigkeit.

Klar ist Flow kein Dauerzustand und kann nicht bei allen anfallenden Arbeiten erreicht werden. Und doch sollte er möglichst häufig angestrebt werden. Denn im Flow erreichen wir einen Zustand des 'versunken seins' oder des 'völligen aufgehens' in unserer Tätigkeit und wir vergessen die Zeit. Es wird beschrieben wie eine Art Trance-Zustand oder Meditation.

Wenn wir möglichst häufig im Flow arbeiten können, haben wir schon etwas gegen den alltäglichen Stress getan.

 

Also legen Sie die Latte ruhig hoch, so dass Sie sich strecken müssen, aber auch so, dass Sie sie noch erreichen (eventuell mit einem Sprung)! ;-)