Der erste Schritt

Wer macht den ersten Schritt im Vertrieb? Am besten wäre es doch, der Kunde würde den ersten Schritt tun, oder warum glauben manche Vertriebler, ihre blosse Anwesenheit reicht schon aus, damit der Kunde kauft bzw. noch besser: Wir erstellen einfach eine Homepage und das grosse WorldWideWeb wird diese dann zu potenziellen Kunden tragen, die sich natürlich angesprochen fühlen und uns kontaktieren (SEO, Landingpages und Call to Action helfen uns). Leider vergessen wir dabei, dass wir in der schieren Masse an Angeboten einfach untergehen und in der Belanglosigkeit enden.

Um wirklich Aufmerksamkeit zu erregen müssen Sie den ersten Schritt tun und zwar aktiv, gezielt und am besten im direkten Kontakt!

Wenn Kinder laufen lernen, dann machen sie den ersten Schritt und sind mächtig stolz. Sie fallen hin, stehen wieder auf und machen den nächsten Schritt. Wenn sie dann flüssig laufen können, sind sie nicht mehr aufzuhalten und halten ihre Betreuungspersonen auf Trapp. Laufen verlernen wir unser Leben lang nicht mehr - aber wenn wir älter werden werden wir träge, wir bleiben lieber sitzen und irgendwann sind unsere Gelenke so eingerostet, dass wir kaum mehr vom Fleck kommen. Ständiges Training kann hier Abhilfe schaffen.

Auch den ersten Schritt im Vertrieb kann man lernen und trainieren. 

Wenn unser Produkt für uns neu und aufregend ist, erzählen wir jedem davon und kommen mit vielen Menschen ins Gespräch. Der erste Schritt fällt uns also ganz leicht! Haben wir uns an unser Produkt gewöhnt, dann setzt auch hier so eine Art Trägheit ein und wir reden viel weniger darüber und sind auch weniger begeistert. Behalten Sie sich Ihre Begeisterung!

Natürlich ist es heutzutage wichtig eine Homepage zu haben, sie ist unsere Referenz; eine ausführliche Visitenkarte sozusagen.

Aber wie macht man denn nun den ersten Schritt? Ganz einfach: Individuell!

Sie werden vielleicht schon die Erfahrung gemacht haben, wenn Sie direkt mit der Vorstellung Ihres Produktes beginnen, ist Ihr potenzieller Kunde schnell desinteressiert und daraus wird nichts.

Bevor Sie Ihr Produkt vorstellen können müssen Sie sich sozusagen das Einverständnis des Kunden abholen, das kann unter Umständen bedeuten, dass Sie zuvor mehrere Gespräche mit dem Kunden führen müssen. Um schnell zum Termin zu kommen, ist es wichtig, dass Sie sich gezielt mit Ihrem Kunden auseinandersetzen. Was ist sein Produkt? Was ist der Kunde bzw. der Ansprechpartner für ein Typ, was macht er gerne. Je näher Sie dem Kunden sind und  je mehr Themen Sie mit ihm im Small-Talk besprechen können, desto mehr Vertrauen wird er Ihnen entgegen bringen und desto früher wird er auch an Ihrem Produkt interessiert sein.

Also werfen Sie die Giesskanne weg und ziehen Sie Ihre Laufschuhe an, um schnell dort zu sein, wo auch Ihr Kunde ist!